kühlende Erfrischungen an heißen Sommertagen
21. Mai 2019

Ghee – geklärte Butter im Ayurveda

 

Rezept zur Herstellung von geklärte Butter im Sinne des Ayurveda



GHEE


Ghee gehöret im Ayurveda zu den sogenannten Rasayanas (Verjüngungsmittel). In der ayurvedischen Küche und Therapie, ist sie nicht wegzudenken und besonders in einer Pancha Karma Kur unverzichtbar.
Im Kern geht es dabei um den Entzug des Eiweiß und Toxinen aus der Butter. Ghee ist auch für Menschen mit einer Laktoseintoleranz und sehr bekömmlich. Man kann die Zubereitung so standardisiert wie möglich machen, jedoch ist das Ergebnis am Ende immer leicht verschieden. Verwenden Sie handelsübliche Butter - gut wäre frisch vom Bauern. Und wenn Sie reinstes und bestes Ghee gewinnen möchten, dann fragen Sie den Bauern, ob es sich um Kuhmilch am Morgen oder Abend handelt. Die Nachtruhe hat eine Wirkung auf die Kühe und die Milch ist viel schwerer zu verdauen. Aus dem Grund empfehlen die alten ayurvedischen Schriften die gewonnene Kuhmilch des Abends zu verwenden (nachdem praktisch die Kühe von der Weide in den Stall geführt werden). Diese Milch ist leichter bekömmlich und eignet sich für den menschlichen Verzehr besser. Ghee vermehrt das Kapha-Dosha, was ja wünschenswert ist, aber es ist damit auch schwer zu verstoffwechseln - egal ob die Butter vom Bauern oder aus dem Supermarkt stammte.
Zutaten
1 kg Butter

Zubereitung
Butter in einen Topf geben und bei geringer Wärme schmelzen lassen. Wenn die Butter flüssig geworden ist, dann bei ca. 80° Grad köcheln lassen. Die Butter verliert zunächst ihr Wasser und das Eiweiß, welches sich an der Oberfläche sammelt. Schadstoffe der Butter setzen sich am Boden ab.

Das Ghee ist fertig, wenn sich kein Wasser mehr in der Butter befindet und es im Topf "ruhig" wird (sprich das Köcheln stellt sich ein). Bitte ab hier unbedingt dabei sein und den rechten Zeitpunkt abpassen, um den Topf vom Herd zu nehmen.
Im gesamten Kochvorgang könnt ihr den weißen Schaum an der Oberfläche abschöpfen.

Am Ende nehmt ihr ein Geschirrtuch, macht es komplett nass und wringt es wieder feste aus. Ihr legt das Tuch über einen Topf und gießt sehr vorsichtig das heiße Ghee in das Tuch. Danach habt ihr im Topf das fast fertige Ghee.
In einem letzten Schritt gebt ihr das flüssige Ghee in einen sauberen Topf und erhitzt es einmal kurz auf 108° Grad, damit wirklich jedes Wasser aus dem Ghee geht.


TIPP 1 von Kamala

Ich empfehle Euch, das Ghee auf ca. 40° Grad abkühlen zu lassen. Danach könnt ihr es in WECK Gläser oder in einem Behälter aus Glas aufbewahren. Stellt das fertige Ghee nicht direkt in die Sonne, sondern bewahrt es an einem kühlen Ort auf (muss aber kein Kühlschrank sein). Dadurch, dass das Ghee kein Wasser mehr enthält, ist es im Kühlschrank ca. 1 Jahr haltbar und außerhalb des Kühlschranks (Küchenschrank) ca. 4 Monate haltbar.


TIPP 2 von Kamala

Ein wunderbares, einfaches Gericht aus meiner Klosterzeit: Gekochten Basmatireis in einen Teller geben, zwei Teelöffel (o. mehr) über den Basmatireis geben und mit Vata Gewürz und etwas Salz abschmecken. Fertig! Ein sehr einfaches Mahl; schmeckt und tut dem Körper gut.

 

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